Für Lebensgrundlage und Klimagerechtigkeit – FFF-Klimastreik am 13.11. um 15 Uhr am Ballindamm

Zeitgleich zur jährlichen UN-Klimakonferenz (COP31) in Antalya (Türkei) wird am 13. November in mehr als 50 deutschen Städten für Klimagerechtigkeit gestreikt. In Hamburg beginnt die Demonstration um 15 Uhr am Ballindamm.

„Die Klimakrise ist so spürbar wie noch nie und junge Menschen, in ihrem vergleichsweise kurzen Leben bereits von Folgen der Pandemie, des Ukraine-Krieges und zunehmender Zukunftsangst gezeichnet, erleben bereits jetzt Brände, Überschwemmungen und Erdrutsche. Währenddessen ignoriert unsere Bundesregierung 16.000 Hitzetote und sabotiert die Energiewende, was das Leben für alle Menschen in Deutschland langfristig verteuert“, sagt Anna von Karstedt von Fridays for Future Hamburg.

Wie die UN letzte Woche bekannt gegeben hatten, steuert die Weltgemeinschaft bei derzeitiger Klimapolitik auf 2,8 Grad Celsius Erderwärmung über vorindustriellem Niveau bis Ende des Jahrhunderts zu. Als Teil des Pariser Klimaabkommens wird es immer wichtiger, besonders betroffene Länder des Globalen Südens bei Anpassungsmaßnahmen zu unterstützen. Nach erneuten Budgetkürzungen des Bundesentwicklungsministeriums war jedoch Anfang Oktober mitgeteilt worden, dass die von Deutschland zugesagten Geldzusagen für internationale Klimafinanzierung 2025 um mehr als 20% verfehlt worden waren.

Der Kurswechsel von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, statt Erneuerbare Energien auszubauen, weiter auf fossile Energieträger setzen zu wollen, Erneuerbaren-Referate aufzulösen und europäische Klimaziele in Frage zu stellen, gefährdet aus Sicht von Fridays for Future Hamburg die universelle Lebensgrundlage ebenso wie die Wirtschaft:

“Jedes Zehntelgrad zusätzlicher Erwärmung erhöht nicht nur das Risiko, irreversible Kipppunkte auszulösen, sondern auch das Risiko für Naturkatastrophen. Während uns die Flutkatastrophe 2021 noch tief in der Erinnerung sitzt, ist basierend auf der aktuellen Klimapolitik der Bundesregierung davon auszugehen, dass derartige Katastrophen immer häufiger und noch heftiger werden. Schon jetzt sind mehr als 90% aller Kinder in Deutschland von Klimafolgen bedroht. Alles an Forschung spricht dafür, dass bloß kurzfristigen Wirtschaftsinteressen zu entsprechen, sich langfristig in allen Bereichen umso mehr rächen wird”, sagt Anna von Karstedt von Fridays for Future Hamburg weiter.

Bei Rückfragen und für Interviews stehen unsere Sprecher*innen gern zur Verfügung. Bei Fragen melden Sie sich bitte per Mail an presse.hamburg@fridaysforfuture.de.

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